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| kosovo |    Verlust der Selbständigkeit beendet friedliches Miteinander

Zwischen allen Stühlen

Mit dem Ende des Osmanischen Reiches gerät das Kosovo politisch zwischen alle Stühle. Nach den Balkankriegen Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Region dem serbischen Königreich und damit dem späteren Jugoslawien zugeschlagen. Der albanische Siedlungs- raum ist seitdem geteilt: Rund die Hälfte der Albaner lebt nun im Kosovo und Mazedonien unter serbischer Herrschaft. Das friedliche Miteinander der Volksgruppen weicht einem nationalistisch gefärbten Spannungszustand.
     Zeitweise politische Stabilität erreicht Mitte der Siebzigerjahre der jugoslawische Staats- chef Tito, indem er der „Provinz Kosovo“ weitgehende Selbständigkeit gewährt. Der aktuelle Konflikt geht auf die Aberkennung eben dieser Selbständigkeit im Jahre 1989 durch den damaligen serbischen Präsident Milosevic zurück. Der Widerstand der albanischen Be- völkerungsmehrheit führt 1991 zu einer Volksabstimmung und zur Ausrufung einer „Repu- blik Kosovo“, die jedoch von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt wird.










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