EVANGELISCHE ZEITUNG
 



PREMIERE    Tansanischer Chor begann an der Förde seine Tournee

Mit positiver Einstellung

HEIKENDORF – „Weitergeben, was in unseren Herzen brennt“ wollen die Mitglieder der Kijitonyama Upendo Group, und in Heikendorf ist ihnen das mit Sicherheit gelungen. Beim Tansania-Tag der ev. Kirchengemeinde sang sich der Chor im Gottesdienst und anschließend auf dem Vorplatz mühelos in die Herzen der Gäste. Ihr Auftritt war zugleich der Beginn einer drei-monatigen Tournee durch Deutschland. Auch ein kurzer Abstecher nach Großbritannien ist geplant.

Fröhlich und
rhythmisch

gestaltete die Kijitonyama Upendo Group aus Tansania
den Gottes-
dienst mit.




FOTO:
AHLSCHWEDE

     Das knappe Dutzend Musiker ist zum ersten Mal in Europa, begleitet von der aus Berlin stammenden evangelischen Missionarin Sabine Mmole. Seit 1992 lebt die 38-Jährige mit Ehemann Wilson und Tochter Deborah in Lushoto im Norden Tansanias. Gemeinsam gründeten sie vor vier Jahren das Upendo-Ensemble, das mit eigenen Texten und Kompositionen „erzählen will, wer Gott für das Leben der Menschen sein kann“.
     Die Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 27 und 46 Jahren kommen aus allen Teilen des afrikanischen Landes und gehören verschiedenen lutherischen Kirchen an. In Deutschland sei ihnen eine „große zwischenmenschliche Kälte“ aufgefallen, in die sie dank des „grundsätzlich fröhlichen Charakters der Afrikaner“ möglicherweise „ein bisschen Wärme“ bringen können, hofft Mmole. Deutlich komme auch in der Musik die „im Vergleich zu den Europäern viel positivere Lebenseinstellung“ zum Ausdruck, ist die gelernte Krankenschwester überzeugt.

Unübersehbare
Lebensfreude und Begeisterung auf den Gesichtern der Mitwirkenden.



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AHLSCHWEDE

     Für ihre Auftritte, zumeist in Kirchen und Gemeindezentren, nimmt die Kijitonyama Upendo Group grundsätzlich kein Honorar, und der Eintritt zu den Konzerten ist stets frei. Lediglich am Ausgang wird um Spenden zur Deckung der Reisekosten gebeten. Die Unterbringung und Verpflegung regeln die gastgebenden Kirchengemeinden.
     Im Zentrum des Heikendorfer Tansania-Tages stand ein ernstes Thema: Nach seiner Predigt mit vielen politischen Aussagen zu Krieg und Gewalt informierte während einer Diskussionsveranstaltung Pastor Michael Hanfstängl vom Nordelbischen Missionszentrum über die katastrophalen Folgen der AIDS-Epidemie in Afrika.

von Kare Ahlschwede

Dieser Artikel erschien ursprünglich in Ausgabe 37 vom 7. September 2003.

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